baV Gehaltsumwandlung / Direktversicherung

Das Leben findet bekanntlich Netto statt !
Alles was wir uns kaufen oder eben auch für Vorsorge und Versicherungen ausgeben finanzieren wir von unserem Netto-Einkommen.
Umso interessanter wird es dann, wenn man durch eine betriebliche Altersvorsorge aus Gehaltsumwandlung die Beiträge seiner Altersvorsorge aus den Brutto-Einkommen heraus sparen kann.
Sprechen Sie uns an, dann können wir darüber reden…

Betriebliche Direktversicherung gemäβ §3 Nr 63 EStG:
Mit einer Gehaltsumwandlung können rentenversicherungspflichtige Angestellte bis zu 4% der Rentenbemessungsrenze steuer- und auch sozial-versicherungsfrei in ihre Altersvorsorge anlegen.
Die Versicherung erfolgt durch den Arbeitgeber als Versicherungsnehmer.
Der Arbeitnehmer ist hierbei versicherte Person und Begünstigter.
Als Ersatz für den Wegfall der Pauschalbesteuerung nach § 40b EStG a.F. können zusätzlich zu diesem Höchstbetrag weitere 1.800 EUR pro Kalenderjahr steuerfrei eingezahlt werden.
(sofern § 40b EStG a.F. nicht weiter genutzt wird)
Dieser Aufstockungsbetrag ist jedoch grundsätzlich sozialabgabenpflichtig.
Vertragsänderungen:
Arbeitslosigkeit:
Die Versicherungsnehmereigenschaft wird auf den Arbeitnehmer übertragen.
(fordern Sie hierzu die nötigen Formulare bei der Versicherungsges. an.)
Beitrag :
Kann jederzeit geändert oder ausgesetzt werden. Hierzu langt ein formfreies Schreiben unterschrieben vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer.(sofern arbeitslos Unterschrift nur vom Arbeitnehmer nachdem der Versicherungsvertrag auf Ihn umgeschrieben wurde – siehe Arbeitslosigkeit)
Hinweis : Überprüfen Sie regelmäβig Ihren Vertrag da die jährliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze von Jahr zu Jahr höhere Sparraten zulässt und diese dann formfrei erhöht werden können.
Arbeitgeberwechsel:
Die Versicherungsnehmereigenschaft wird auf den neuen Arbeitgeber übertragen.
(fordern Sie hierzu die nötigen Formulare bei der Versicherungsges. an.)
Besonderheiten:
Das um die Gehaltsumwandlung reduzierte Arbeitsentgelt reduziert die zustehenden sozialen Leistungen wie Arbeitlosengeld, Elterngeld, Krankengeld usw. da entsprechend weniger eingezahlt wird.
Ebenso entsteht ggf. eine notwendige Rückkehr in gesetzliche KV, wenn Bemessungsgrenze bei Umwandlung unterschritten wird.
Die Verminderung der Rentenanwartschaft ist dagegen vernachlässigbar.
Die bei Fälligkeit dann ausgezahlte Betriebsrente ist steuer- und (voll) krankenversicherungspflichtig.
(also Beitragssatz der Krankenversicherung + Pflegeversicherung) – wenn sie über 120,75 €/Monat beträgt.
Wird sie auf einmal ausgezahlt, wird zur Berechnung der Krankenversicherung der Auszahlungsbetrag auf 120 Monate (10 Jahre) aufgeteilt.